sprachsalat

Sprache und Kommunikation = sich verstehen

Sprache , Kultur und Bleiberechte

Verbesserung der Integrationschancen der Zuwanderer ?

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Die Herausforderungen
(…)Die auf nicht überprüften freiwilligen Angaben beruhenden Befragungsergebnisse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vermitteln eine grobe Idee der Heraus-
forderungen und Chancen: Von den zwischen Januar und August 2015 insgesamt 105.000 befragten Asylsuchenden über 20 Jahren gaben 16,6 % an, eine Universität oder
Fachhochschule besucht zu haben, 17,5 % ein Gymnasium und 29,7 % eine Mittelschule. Immerhin fast ein Drittel gab an, keine oder nur eine Grundschule besucht zu haben. Der Großteil der Schutzsuchenden spricht kein Deutsch, einige sind nicht mit dem lateinischen Alphabet vertraut. Die meisten Zuwanderer werden schnell in der Lage sein, ihren Alltag zu bewältigen und einfache Tätigkeiten auszuüben. Um qualifizierte Berufe auszuüben, braucht es jedoch weitaus größere Anstrengungen. Fast29 % der Personen, die im ersten Halbjahr 2015 in
Deutschland einen Asylantrag stellten, waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die zu gut qualifizierten Fachkräften ausgebildet werden könnten – wenn sich et-
was in unseren Schulen ändert. Denn bisher ist unser Schulsystem nicht gut auf Schüler mit anderem kulturellen und fremdsprachlichen Hintergrund vorbereitet. Laut
Bericht des Beauftragten der Bundesregierung für Migration vom Oktober 2014 sind ausländische Schüler noch immer weit überrepräsentiert in den Hauptschulen
(27,5 % der ausländischen Schüler gegenüber 10,6 % der deutschen Schüler) und bei denjenigen, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen (11,6 % gegenüber
5,4 %). An Gymnasien sind sie hingegen deutlich unterrepräsentiert (24,5 % gegenüber 48,9 %).
Ohne entschlossene Maßnahmen droht Deutschland, auch die neuen Zuwanderer und ihre Kinder in großem Maße in geringqualifizierte Tätigkeiten abzudrängen.(…)

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